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Über
den wunderlichen Judenhass der islamischen Welt
Eine Bangladeshi Warnung vor Terror und
Extremismus Im November 2003 wollte der Journalist Salah Uddin Shoaib
Choudhury im Flughafen von Dhaka in Bangladesh ein Flugzeug besteigen um nach
Israel zu fliegen. Dabei wurde er verhaftet, sass viele Monate im
Gefängnis und wurde erst nach
Intervention einiger amerikanischer Kongressabgeordneter wieder freigelassen.
Aus dem Gefängnis hatte er Briefe über seine Behandlung und seine
schlechte Gesundheit geschrieben. Inzwischen ist er angeklagt der Aufhetzung
zur Aufruhr und der versuchten Ausreise nach Israel, etwas das verboten ist.
Auf das erste Vergehen steht die Todesstrafe durch Erhängen. Choudhury war einer der ersten Bangladeshi, der vor dem
islamischen Radikalismus warnte, welcher in Religionsschulen, den Madrassas,
hochgezüchtet wurde und wird, genau so wie in den meisten muslimischen
Ländern. Auch wollte er auf eine Öffnung Bangladeshs zu Israel
hinwirken, auf Dialog und diplomatische Beziehungen. Die arabische Welt
produzierte prompt Gerüchte über Choudhury, den israelischen
Mossadagenten. Er wurde schon überfallen, zusammengeschlagen, auf seine
Zeitung wurde ein Brandanschlag ausgeführt. Die Polizei arbeitet gegen
ihn, der leitende Beamte war bestochen worden, die Gerichte liessen die
Schläger und Brandstifter frei und Choudhury musste sich bis heute
verstecken, denn sein Leben ist nicht nur durch ein Gerichtsurteil, sondern
auch durch die Verfolgung radikaler Islamisten in Gefahr.
Menschen
der freien Welt senden Briefe an den Premierminister, an den Innenminister
von Bangladesh und andere Politiker dieses Landes, ebenso an Human Rights
Watch und Amnesty Internation, die hier einen wirklichen und bösartigen
Fall zu betreuen hätten. Wenn meine Leser sich hier beteiligen
würde, wäre ich dankbar. Warnung vor Terror und Extremismus sowie das Befürworten
mit Israel normale Beziehungen einzugehen sind in Bangladesh
todeswürdige Vergehen. Auch Salah Uddin Shoaib Choudhury wollte erst
nicht glauben, in was er sich hier eingelassen hatte, er war überzeugt,
diese von ihm als lächerlich eingestufte Anklage würde eingestellt.
Doch vor drei Tagen hat der Prozess begonnen. Der Grund warum ich über Salah Uddin Shoaib Choudhury und
seine Probleme schreibe ist der, dass Choudhury’s Fall den extremen, aber
dennoch wunderlichen und rational nicht zu erklärenden Hass der
muslimischen Welt auf Israel und alles Jüdische demonstriert. Lassen wir
den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern auf der Seite. Er
ist ein legitimer Disput, dessen Gründe wir kennen und auch verstehen
können. Wir können auch verstehen, warum uns Palästinenser
nicht immer mögen. Aber die andern? Deren Hass ist unverständlich, künstlich
und irrational. Was ein talentierter Mensch wie Hassan Nasrallah mit Israel
zu tun hat, warum widmen er und seine Anhänger ihre ganze Existenz und
ihr ganzes Lebensziel der Zerstörung Israels, einem Land, das sie nicht
kennen und mit dem sie grundsätzlich nichts zu tun haben – so lange sie
es nicht angreifen. Warum verbrennen iranische Kinder, die nicht einmal wissen wie
man Israel auf der Weltkarte findet, israelische Fahnen auf der Strasse und
bieten sich an im Krieg gegen Israel zu sterben. Warum rufen ägyptische
und jordanische Intellektuelle die unwissenden Massen ihrer Länder gegen
Frieden mit Israel auf, wohl wissend, dass dies ihre Länder politisch,
wirtschaftlich und sogar kulturell mehr als zwanzig Jahre zurückwerfen würde.
Warum bleibt Syrien ein deprimierendes Drittweltland für das
zweifelhafte Recht Terror finanzieren zu dürfen, der es am Ende selbst
in Gefahr bringen wird? Darüber machte sich vor einigen Monaten Yair
Lapid im Yedioth Ahronot Gedanken. Ich gebe Teile davon, zusammen mit meinen
Gedanken, hier wieder. Er schrieb, dass andere Mächte in der Vergangenheit
islamische Völker beherrscht haben, Mongolen, Griechen und Römer,
Engländer, Holländer, Franzosen und andere. Sie hatten islamische
Länder erobert und plünderten sie. Wir Juden und Israel, sogar wenn
es gewollt oder gar gekonnt hätte, waren nie dort. Wir haben es nicht
einmal versucht. Israel bedroht keinen einzigen islamischen Staat – solange
dieser es in seinem irrationalen Hass nicht bedroht. Wo ist die vielbeschwörte
Identifikation der islamischen Welt mit seinen palästinensischen
Brüdern? Wo sind die Traktoren aus Saudiarabien in den von Israel
evakuierten Territorien, wo ist die von Indonesien zugesagte Schule in Gaza,
wo sind die Aerzte aus Kuwait mit ihrer modernen Ausrüstung? Wieso soll Israel das Hauptproblem der muslimischen Welt sein?
In der muslimischen Welt herrscht Hunger, Ignoranz und Krieg von Darfur,
Irak, Afghanistan bis Kashmir und Indonesien. Da soll Israel das Hauptproblem
sein? Wo sind die Gedanken der islamischen Welt, ihre Hoffnungen, ihre
Ambitionen, ihre Zuneigung und ihre Träume für ihre Kinder? Sind
sie wirklich damit zufrieden, ihre Kinder in den Tod zu schicken und zu sagen
es habe sich gelohnt? Nur weil sie uns so sehr hassen? |
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Paul Uri Russak, gebürtiger Schweizer, schreibt sein vor allem an jüdische und christliche
Freunde gerichtetes Tagebuch seit September 2000. Er wohnt im Weindorf
Zichron Ya'akov am südlichen Ende des Carmelberges, nahe am Meer. Uri ist
gelernter Verlagsbuchhändler, heute pensioniert. |