Briefe

Brief 1
Zum NZZ-Artikel vom 25.4.2002: "Jenin wartet auf die Ankunft des Uno-Teams"
 
Brief 2
An: "Bayerischer Rundfunk", "Mitteldeutscher Rundfunk", "Tagesschau Hamburg", "Die Bild Zeitung", "Die Welt", "Die Zeit"
 
Betreff: War die gezielte Tötung von Salah Shehadeh Recht oder Unrecht im Sinne der amerikanischen Definition vom Kampf gegen den Terror?
 
Sehr geehrte Damen und Herren,

Obwohl es sehr bedauerlich ist, daß bei der gezielten Tötung des Terroristen Shehadeh, dessen Familie mit ums Leben kam, war Israel trotzdem im Recht der Notwehr gegen diesen Mann. Dabei sollte nicht vergessen werden, daß sich Familienangehörige bewußt mit schuldig machen, wenn sie sich als lebende Schutzschilde zur Verfügung stellen, was einmal mehr die menschenverachtende Bosheit dieser Leute anzeigt.
 
Shehadeh war jedenfalls in den letzten 15 Jahren verantwortlich für den Tod Hunderter israelischer und amerikanischer Zivilisten, einschließlich des Bombenanschlags auf Sbarro's Pizzeria im August 2001 wobei 15 Zivilisten, darunter 7 Kinder getötet - und 130 verletzt wurden. Besonders heimtückisch war es, daß die Bomben Shehadehs mit Nägeln versetzt waren um möglichst lebenslange Schäden bei den Opfern hervorzurufen.
Dies zeigt den gezielten Terror gegen Zivilpersonen und daher wurde die HAMAS ja inzwischen auch auf die Liste der Terrororganisationen, sowohl von den USA als auch endlich der EU gesetzt.

Als militärischer Führer Nr. 1 der HAMAS wurde Shehadeh schon lange von Israel gesucht. Dies wußte auch Yasser Arafat, der aber nichts besseres zu tun hatte, als ihn und andere terroristische Gruppen in sein Kabinett einzuladen um sie an der sog. Reform der PA teilnehmen zu lassen, statt diesen Mann als Terrorist, wie im Osloabkommen versprochen, zu verhaften und auszuliefern.
 
Heute nun wird im Deutschen Fernsehen gemeldet, daß die HAMAS, der Djihad und die Al Aksa Brigaden es abgelehnt haben, die Terroranschläge auf Israel einzustellen. Dies bedeutet im Klartext, Verhandlungen mit den Palästinensern sind völlig sinn- erfolg- und fruchtlos, solange diese Terrorbanden nicht total eliminiert sind.

Mit freundlichen Grüßen

H.J.K.
 

 

Brief 3
Redaktion Sächsische Zeitung
Lesermeinungen

Zum Konflikt im Nahen Osten

Die beiden Lesermeinungen vom 12.4.02 'Aufgehetztes und verführtes Volk' und 'Unangemessene Reaktion'; habe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge gelesen. Spiegelt es doch wieder, wie weit sich die Geister in unserem Volk in Bezug zum israelisch -palästinensischen Konflikt scheiden . Man kann doch nur Stellung dazu beziehen, wenn man die wahren Hintergründe , die zu dieser Situation geführt haben kennt und zwar objektiv und von beiden Seiten.
Allen, die Israels Kampf gegen den Terror mit Völkermord gleichsetzen, möchte ich folgende Frage stellen:

Was würden Sie von Ihrer Regierung erwarten, wenn Sie jederzeit damit rechnen müssen, von Heckenschützen erschossen zu werden , einem Attentat zum Opfer zu fallen , wenn Sie Ihre Kinder in gepanzerten Bussen zur Schule fahren müssten oder nicht wissen, ob die Familie ,die morgens aus dem Haus geht am Abend noch zusammen sein kann, oder mit Nägeln im Körper und verstümmelt im Krankenhaus liegt ? Hüten wir uns davor, wieder Hass auf Juden in unserem Volk aufkommen zu lassen!! Ein Auschwitz ist genug !!
 
Frau C.L.

 

Brief 4

An: Rheinische Post <online@rp-online.de>
Betreff: Ihr Artikel "Israel zahlt Palästinensern 15 Millionen Euro"
 
Sehr geehrte Damen und Herren,

gestatten Sie mir, unten aufgeführten Artikel zu kommentieren:

Jerusalem/Gaza (rpo). Die israelische Regierung will ihre Schulden bei der palästinensischen Autonomiebehörde begleichen und in einer ersten Rate 15 Millionen Euro bezahlen. Zudem will Israel 12.000 Palästinensern eine Arbeitsgenehmigung erteilen. (http://www.rp-online.de/news/politik/2002-0729/nahost.html)

Das von Ihnen verwendetet Wort "Schulden" halte ich für unangebracht. Wie kann ein demokratischer Staat wie Israel Schulden gegenüber Terroristen haben? Oder ist die palästinensische Autonomiebehörde etwas anderes in Ihrem Sinne?

Wenn Sie schon davon reden und schreiben, so sollten Sie erwähnen daß:

nach einem Bericht der Tageszeitung "Jediot Achronot" hat die Regierung Ariel Scharon der US-Regierung einen Bericht übermittelt, aus dem hervorgehe, dass Arafat zu Beginn des gegenwärtigen Konflikts vor 22 Monaten 5,1 Millionen US-Dollar aus saudischen Hilfsgeldern auf ein Privatkonto in Paris überwiesen habe. Von Nabil Schaath bis Abu Ala. Abu Masen, der Zweite Mann der PLO, soll über seinen Bruder 70 Millionen Dollar nach London geschafft haben. Marwan Kanafani, der Sprecher Arafats, soll monatlich 40.000 Dolllar verdienen. (Quelle: Die Welt 15.07.02)

Und weiter:
Die PA erhält von der Europäischen Union monatlich rund 9,3 Millionen $, die Arabische Liga unterstützt die PA mit mehr als 46 Millionen $ im Monat. Der Sohn eines Arafat-Vertrauten bekam von Arafat 50.000 $ aus öffentlichen Mittel als Hochzeitsgeschenk. Der Stellvertreter des Informationsministers, Yasser Abed Rabbo, bekam 100.000 $, um sich ein Haus zu bauen. Die Liste läßt sich beliebig fortsetzen.

Das Elend der Bevölkerung hängt also davon ab, ob Israel seine "Schulden" bezahlt und nicht davon, ob die Riege um Arafat weiter in Saus und Braus lebt. Sie erwecken somit einen falschen Eindruck in der Öffentlichkeit in Bezug auf Israel.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Vallen
 
  

© www.take-a-pen.org